April 2013: Projektphase 1 abgeschlossen
zum Nationalen Qualifikationsfahrplan

Ziele / Aufgaben

Das Ziel der Europäischen Bauinitiative ist es, die notwendigen Informationen über die Arbeitskräfteanforderungen im Bausektor Deutschlands im Hinblick auf die Erreichung der 20-20-20-Ziele zur Verfügung zu stellen (Anzahl und Qualifikationen). Dabei ist der Fokus auf sogenannte On-site-/Blue-Collar-Workers gelegt (Bauarbeiter, Handwerker).   

Dazu ist das deutsche Projekt in mehrere Arbeitsschritte untergliedert: 

  • Für eine möglichst breite Beteiligung aller relevaten gesellschaftlichen Gruppen und Akteure wurde bereits im Vorfeld des Projektstarts eine nationale Qualifikations-Plattform aufgebaut. 
  • In einem ersten inhaltlichen Schritt wird eine Status-Quo-Analyse der Fachkräftesituation im Bausektor Deutschlands durchgeführt. Dazu werden die am Bau relevanten Prozesse definiert, die zu berücksichtigenden Berufe definiert und technische Entwicklungen sowie politsch beeinflussende Rahmenbedingungen beschrieben. Ergebniss ist eine Bestandsaufnahme des bestehenden Arbeitskräftepotentials in quantitativer und in qualitativer Hinsicht. Zudem wird ein detaillierter Überblick über die bestehenden Aus und Fortbildungsprogramme gegeben. 
  • Die Status-Quo-Analyse beinhaltet zudem eine Projektion des Personalbedarfs und der benötigten Qualifikationsanforderungen bis zum Jahr 2020. 
  • Auf dieser Basis wird eine Lückenananalyse durchgeführt, die die Unterschiede zwischen dem bestehenden Arbeitskräftepotential und dem bis 2020 erforderlichen Personal im Bausektor sowie eventuelle Defizite bei den Qualifikationsprogrammen aufzeigt.
  • Diese Informationen werden zum einen in einem Zwischenbericht publiziert. Zum anderen werden sie genutzt, um spezielle Empfehlungen abzuleiten, was getan werden sollte, um den erforderlichen Peronsalbedarf und die notwendigen Qualifikationen sicherzustellen. 
  • Diese Empfehlungen werden mit den relevanten Teilnehmern der nationalen Plattform diskutiert. Sie sollen in eine nationale Qualifikations-Road-Map münden, 
    • in der Vorschläge für neue oder modifizierte Qualifikationsangebote enthalten sind, 
    • ebenso wie Vorschläge für ein ausreichendes Arbeitskräfteangebot. 
  • In einem letzten Schritt soll für eine breite Unterstützung der nationalen Qualifikations-Road-map geworben werden. 

Parallel hat jeder Mitgliedstaat zwei Projekte in anderen EU-Staaten zu begleiten. In diesem so genannten Peer-Review-Prozess wird Deutschland auf die Entwicklungen in Irland und Bulgarien blicken. 

 

Daneben ist ein regelmäßiger Austausch zwischen den Projekten der einzelnen Mitgliedstaaten auf der europäischen Ebene vorgesehen (EU-Exchange). Das erste Treffen fand vom 23.-25. November 2011 in Brüssel statt.

Build up Skills - Struktur der Arbeitspakete
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